Neue Sonderausstellung ab 23. März 2017:


Die Verwandlung.

Undine Bandelin und Hannes Uhlenhaut

( - Neue Kunst im alten Schloss - )


Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Neue Kunst im alten Schloss“ präsentiert das Museum ab März junge Gegenwartskunst aus Leipzig

Den Austausch zwischen Historie und Moderne fördern – das ist die Intention des Projektes Neue Kunst im alten Schloss. Unter diesem Motto zeigt das Museum nun zum zweiten Mal Arbeiten junger, zeitgenössischer Künstler in den historischen Räumen der barocken Sommerresidenz. In diesem Jahr sind es die Werke der beiden in Leipzig lebenden und arbeitenden Künstler Undine Bandelin (Malerei) und Hannes Uhlenhaut (Porzellanplastik), die in einen spannungsreichen Dialog mit den Schlossräumlichkeiten treten. Unter dem Titel „Die Verwandlung“ bespielen beide Künstler die Räume jedoch nicht nur, sondern fügen der barocken Kulisse mit ihren Arbeiten, die zum Teil in unmittelbarer Auseinandersetzung mit dem Ort geschaffen wurden, auch zugleich neue Bedeutungsebenen hinzu und kommentieren, zeitgenössisch reflektierend, den Mythos des Ortes „Schloss“ sowie die in diesem speziellen Kontext tradierten Vorstellungen, Hierarchien und Archetypen.
Undine Bandelin, geboren 1980 in Jena, studierte freie Malerei an der Bauhaus-Universität Weimar sowie an der HfKD Burg Giebichenstein, Halle/Saale (Meisterschülerin bei Prof. Ute Pleuger), wo sie derzeit auch Lehrbeauftragte für Malerei im Kontext neuer Medien ist. Die Vielgestaltigkeit des Menschseins, das Spiel mit Typisierungen, Verwandlungen und Verhaltensweisen sowie die Wahrnehmung von Wirklichkeit sind zentrale Themen im künstlerischen Schaffen von Undine Bandelin. Der Betrachter begegnet in ihren Bildern Gestalten, die zunächst verstören, befremden, absurd erscheinen, und die dennoch gleichsam zu Projektionsfiguren der eigenen Realität werden. Auch in den für Pyrmont entstandenen Arbeiten beschäftigt sie sich intensiv mit spezifischen menschlichen Handlungs- und Rollenmustern, bricht diese auf, lotet Grenzbereiche aus und führt tradierte Vorstellungen von Hierarchien bewusst ad absurdum.
Hannes Uhlenhaut, geboren 1985 in Lauchhammer, studierte im Studiengang Plastik/Keramik an der HfKD Burg Giebichenstein, Halle/Saale und ist seit 2015 Meisterschüler an der HfBK Dresden bei Prof. Wilhelm Mundt. Das Aufbrechen von Sehgewohnheiten und Traditionen ist auch für Hannes Uhlenhaut wichtiger künstlerischer Ansatz bei der Arbeit mit einem Material, dem stets das Klischee des dekorativen Kunsthandwerks, des Süßlichen anhaftet, umweht vom Prunk barocker Fürstenhäuser. Doch mit eben dieser Konnotation spielt Hannes Uhlenhaut ganz bewusst in seinen Arbeiten, in denen er das traditionelle Erscheinungsbild aufbricht, verfremdet, transformiert. Versatzstückartig zusammengefügt trifft Barock auf Popkultur, Geschichte auf aktuelles Zeitgeschehen. In traditioneller Herstellung schafft er zutiefst Gegenwärtiges und verleiht dem Porzellan dadurch eine neue Wertigkeit und Aussage, die – die inszeniert in der barocken Kulisse des Pyrmonter Schlosses – eine besondere Brisanz entfaltet.

Vernissage: 23. März 2017, 19 Uhr. Die Ausstellung in der Beletage des Museums im Schloss Bad Pyrmont ist anschließend dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet (Karfreitag geschlossen). Öffentliche Kuratorenführungen mit Vanessa Charlotte Heitland: 2. April und 14. Mai 2017, jeweils 15 Uhr. Weitere Sonderführungen nach Terminvereinbarung.
Finissage mit Künstlergespräch: 21. Mai 2017, 15 Uhr

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Gefördert von:
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Museum Bad Pyrmont
Schlossstraße 13
31812 Bad Pyrmont

Telefon (0 52 81) 60 67 71
Telefax (0 52 81) 9 69-1 26

E-Mail: info@museum-pyrmont.de

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Die Außenanlagen sind täglich von 10.00 bis 21.45 Uhr geöffnet.
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  • Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Arbeitslose 1 €
  • Gruppenpreise pro Person (ab 10 Personen) 2 €
  • Familienkarte 6 €
  • Für Sonderausstellungen gelten erhöhte Eintrittspreise
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