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Weltenbilder – Bilderwelten
Bilder von Haus Pyrmont
der Diakonischen Werke Himmelsthür


1. bis 20. November 2005
Studiogalerie

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Eröffnung der Ausstellung:
Sonntag, 30. Oktober 2005 um 11 Uhr

Erstmals präsentiert das Museum im Schloss Bad Pyrmont eine Ausstellung mit Bildern von geistig, zum Teil auch körperlich schwer behinderten Menschen.

Unter dem Titel »Weltenbilder – Bilderwelten«
werden vom 1. – 20. November in der Studiogalerie des Schlosses Pyrmont ca. 50 Gemälde und Collagen ausgestellt, die in den letzten Jahren im „Haus Pyrmont“, einer Einrichtung der Diakonischen Werke Himmelsthür, in Bad Pyrmont entstanden sind.

Viele Bilder, egal ob groß- oder kleinformatig, über-
raschen aufgrund ihrer Farbenpracht und Vitalität.
Tatsächlich schöpfen diese Menschen ganz tief
aus sich heraus, formulieren klar und radikal, sind
grenzenlos und spontan in der Wahl ihrer Mittel.
Die große emotionale Kraft, die aus ihren Bildern spricht, überträgt sich auch unmittelbar auf den Betrachter.

»Manchmal kann Behinderung auch ein Geschenk sein. Im Haus Pyrmont der Diakonischen Werke Himmelsthür wohnen Menschen, die aufgrund ihrer geistigen und zum Teil auch schweren körperlichen Behinderungen oftmals nicht in der Lage sind, so mit den Menschen ihrer Umwelt zu kommunizieren, wie diese es gewohnt sind. Einige Bewohner arbeiten künstlerisch. Sie malen oder schaffen Plastiken. Es ist nicht immer leicht, ihre Kunstwerke einzuordnen und dennoch haben sie alle etwas Außergewöhnliches gemeinsam: Sie arbeiten 100 Prozent authentisch.«

Das berichtet Elena Klan, die neben anderen Auf-
gaben als Erzieherin eine der Künstlergruppen im
Haus Pyrmont betreut. Authentizität, Wahrhaftigkeit,
das drücken diese Bilder aus. Geistig behinderte
Künstler können gar nicht anders, als sich spontan
auszudrücken. »Das, was sie erleben, nehmen sie
wie einen Schwamm auf und bringen es gleich zu
Papier«, erzählt die Erzieherin.

Viele Bilder entstehen auf diese Weise in den Künstler-
gruppen von Haus Pyrmont. Seit 1979 leben in dieser
Einrichtung mehr als 100 behinderte Erwachsene.
Ganz ungewöhnlich ist aber ein Langzeitprojekt mit dem Titel »Zeitbilder – Bilderzeit«, bei der großforma-
tige Gemälde als Gemeinschaftsaktionen zwischen
Behinderten und nicht behinderten Menschen ent-
stehen. In einer völlig anderen Umgebung auf dem Lande kommt es so zu einem besonderen Erleben und Kommunizieren. Zwei dieser großformatigen Gemälde sind ebenfalls im Schloss ausgestellt.

Zur Eröffnung der Ausstellung werden übrigens Bewohner
von Haus Pyrmont am Sonntag,
den 30. Oktober um 11 Uhr das Theaterstück »Zeitreise« aufführen.