 |
Matthias Koeppel
Malerei wird Zeitgeschichte – Gemälde und
Fotografien aus 2 Jahrzehnten
5. März – 7. Mai 2006
« zurück zu vergangene Ausstellungen
Eröffnung der Ausstellung:
Sonntag, 5. März 2006 um 11.15 Uhr
in der Beletage von Schloss Pyrmont.
Matthias Koeppel, 1937 in Hamburg geboren, zählt
heute zu den bedeutendsten zeitgenössischen
Künstlern Berlins. In zwei Ausstellungen wird nun das
Werk dieses Realisten im Weserbergland vorgestellt.
Das Museum im Schloss Bad Pyrmont präsentiert
vom 5. März bis 7. Mai 2006 sein Werk unter dem Titel
Malerei wird Zeitgeschichte – Gemälde und Fotografien
aus zwei Jahrzehnten. Die Künstlergruppe
arche in Hameln zeigt vom 3. März bis 2. April 2006
unter dem Titel Abschied der Moderne Koeppels
intensive Auseinandersetzung mit der Malerei der
Moderne des 20. Jahrhunderts.
Die Tatsache, dass Matthias Koeppel faszinierende Bilder zu
Themen unserer Gesellschaft und zur Entwicklung Berlins
gemalt hat, gaben den Anlass zu dieser Ausstellung. Aber
einen Bezug zu Bad Pyrmont gibt es auch. Der 18jährige
Matthias Koeppel kam 1955 nach Bad Pyrmont, um hier bei
seinem Großvater Rudolf Koeppel eine Buchhändlerlehre in
der Uslarschen Hofbuchhandlung direkt am Brunnenplatz
zu beginnen. Seine Neigung zur Malerei war damals schon so
ausgeprägt, dass er in den Räumen seines Großvaters in
diesem Jahr seine allererste öffentliche Ausstellung präsentierte.
Und noch im gleichen Jahr entschied sich Matthias
Koeppel, die Lehre abzubrechen und zum Studium der Malerei
an die HfbK nach Berlin zu wechseln. Er beendete seine
Ausbildung 1960/61 als Meisterschüler und war von nun an
als freischaffender Künstler tätig, als freier Maler ebenso wie
Bühnenbildner für Oper und Fernsehen. Tatsächlich ist der
heute 69jährige Künstler ein mit vielen Preisen hoch ausgezeichneter
Maler, der neben seinen bildnerischen Qualitäten
auch als Schriftsteller und Gründer der Schule der »Neuen
Prächtigkeit« mit seinen Malerkollegen Bluth, Grützke und
Ziegler in der deutschen Kunstszene einen herausragenden
Ruf hat.
Beide Ausstellungen in Bad Pyrmont und Hameln
zeigen nun bedeutende Gemälde und Fotografien aus
Privatbesitz, die in den letzten beiden Jahrzehnten
entstanden sind. Immer wieder beschäftigt sich
Matthias Koeppel mit der deutschen Zeitgeschichte,
vor allem mit den Entwicklungen in Berlin. Die historischen
großen Ereignisse sind ebenso Thema wie die
leisen Beobachtungen. Nicht weniger spannend ist
seine Auseinandersetzung mit den Größen der Kunstgeschichte
des vergangenen Jahrhunderts.
Christoph Stölzl ehrt ihn auf seine Weise: »Er ist ein großartiger
Chronist. Damit ist nicht die Reportage gemeint, sondern die
künstlerische Bewältigung des Phänomens Zeit. Ihm gelingt die
Verdichtung des geschichtlichen Augenblicks in einer Szene.«
Und Walter Momper schrieb zu Koeppels 65. Geburtstag:
»Dieser Berliner Realist Koeppel hat auf liebenswerte
Art Zeitgeschichte dokumentiert, hat eine Ausdrucksform
gefunden, die viele anspricht und mich begeistert.«
« zurück zu vergangene Ausstellungen
|
 |