Gehe zu Seite ...
Museum Austellungen Veranstaltungen Service Kontakt Impressum
Aktuelle Austellungen Vorschau Sammlungen Vergangene Ausstellungen

300 Jahre Musikbad Pyrmont

3. Juni – 6. August 2006

« zurück zu vergangene Ausstellungen

Eröffnung der Ausstellung:
Samstag, 3. Juni 2006 um 16 Uhr
Kurpark, Konzertmuschel

Das Jahr 2006 steht ganz im Zeichen der traditions-
reichen Kurmusik und des lebendigen Musiklebens
im Niedersächsischen Staatsbad Pyrmont. Zu diesem
besonderen Jubiläum präsentiert das Museum im
Schloss Bad Pyrmont in der Zeit vom 3. Juni bis
zum 6. August 2006 die Ausstellung »300 Jahre
Musikbad Pyrmont«. Allerdings wird diese Ausstel-
lung nicht im Schloss, sondern open air im Kurpark
eröffnet. Am Samstag, den 3. Juni 2006 wird in der
Konzertmuschel um 16 Uhr von Dr. Dieter Alfter und
Arndt Jubal Mehring das Konzept der Ausstellung
vorgestellt. Musikalisch ist dieser Auftakt gerahmt
vom Kurorchester Bad Pyrmont unter Leitung von
György Kovacs. Erst nach diesem festlichen Auftakt
geht es durch den Kurpark zum Ausstellungsort
Schloss. Dort ist das Musikleben Bad Pyrmonts
spannend in Szene gesetzt. Zahlreiche Original-
dokumente, Fotos und Hörbeispiele aus allen
Epochen beschreiben das lebendige Musikleben.

Wichtige Leihgaben stammen aus der Staatsbibliothek
Berlin, dem Bachhaus Eisenach, dem Hessischen
Staatsarchiv Marburg, der Lippischen Landesbibliothek
Detmold, der Paul Sacher-Stiftung Basel, dem Max-
Reger-Institut Karlsruhe sowie dem Niedersächsischen
Staatsbad Pyrmont und der arche kammermusik. Was
wird nun im Einzelnen thematisiert?

Bad Pyrmonts Ruf als Heilbad ist von seiner Tradition als Musikbad nicht zu trennen: Denn neben den medizinischen Heilmitteln sind für Bad Pyrmont die seelischen Heilmittel, zu denen auch die Musik gehört, unentbehrlich. So wird bereits erstmals in den »Historischen Nachrichten« aus dem Jahre 1706 von »Assembléen und Balletten« und einer »angenehmen Musique, so alle Morgen bey dem Brunnen sich hören läßt« berichtet, die den Beginn der bis heute gepflegten Tradition der Kurmusik darstellt. Konnte man morgens angenehme Klänge zum Brunnentrinken und spazieren gehen in der Hauptallee genießen, wurde abends zum Tanze aufgespielt.

Neben der bis heute auch zu therapeutischen Zwecken bestimmten Kurmusik entwickelte sich parallel dazu ein außergewöhnlich reiches Musikleben, das im 18. Jahrhundert eng an die Verbindung zum Fürstentum Waldeck-Pyrmont geknüpft war. Der berühmte Barockkomponist Georg Philipp Telemann, der ab 1731 Pyrmont regelmäßig bereiste, widmete dem Fürsten und seiner Sommerresidenz einen ganzen Suitenzyklus, der unter dem Titel »Pyrmonter Kurwoche« berühmt geworden ist. Der Flöte spielende Preußenkönig Friedrich der Große brachte zu seinen Kuraufenthalten 1744 und 1746 sogar seine eigenen Kompositionen und die Hofmusiker, die Gebrüder Graun, Benda und Johann Joachim Quantz mit, um auf seine anspruchsvollen Konzertvergnügungen nicht verzichten zu müssen. 1797 inszenierte Friedrich Heinrich Himmel in Pyrmont eine Kantate mit historischen Kostümen als Openairkonzert zum Besuch von König Friedrich Wilhelm II., Kronprinz Friedrich Wilhelm und seiner Gemahlin, der späteren Königin Luise.

1825 findet in Bad Pyrmont weltweit eines der ersten Musikfeste überhaupt statt, in dessen Nachfolge sich bis heute die Veranstaltungen des Pyrmonter Sommers widerspiegeln. Von 1827-1833 singt und schauspielert Albert Lortzing im heute noch bespielten Kurtheater, 1909 wird der später weltberühmte Dirigent Fritz Busch musikalischer Leiter in Bad Pyrmont und verwöhnt die Kurgäste im weißen Saal des alten Kurhauses 1911 mit dem Berliner Blüthner-Orchester, Max Reger musiziert in seinem eigenen Pyrmonter Musikfest und Paul Lincke dirigiert im schönsten Kurpark Deutschlands.

Walter Stöver mit der Dresdner Philharmonie und Fritz Lehmann mit dem Niedersächsischen Landes-
Sinfonieorchester bieten während der Saison Kurkonzerte der besonderen Art und dirigieren viel besuchte Sinfoniekonzerte im 1928 eingeweihten Konzerthaus mit Konzerthausorgel, dessen hervorragende Akustik bis heute gelobt wird. Ab 1930 finden Musikfeste der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik und entscheidende musikpädagogische Tagungen mit unzähligen Uraufführungen statt: 1931 erklingt Wolfgang Fortners Schuloper »Cress ertrinkt«, 1948 Hans Werner Henzes 1. Sinfonie zum ersten Mal. Weltberühmte Künstler wie Wilhelm Furtwängler und Sergiu Celibidache gastieren mit den Berliner Philharmonikern im Musikbad Pyrmont, während Mario Traversa mit seinem Kurorchester die Kurgäste verzaubert.

Zum umfassenden Wellness-Programm gehören selbstverständlich auch heute die Kurmusik und zahlreiche, hochkarätige Musikveranstaltungen von der Kammermusik bis hin zur Sinfoniekonzertreihe, die vor der einzigartigen Kulisse einer 300 Jahre jungen Musiktradition immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art darstellen.

Diese 300 Jahre junge Musiktradition wird in den Räumen der Beletage als Ausstellung spannend in Szene gesetzt. Darüber hinaus rankt sich um die Ausstellung herum eine Vielzahl von Konzerten und Vorträgen. Gemeinsam wurde die Konzeption dieses Jubiläums vom Museum im Schloss Bad Pyrmont, dem Niedersächsischen Staatsbad Pyrmont, der Musikschule Bad Pyrmont und der Musikbad Pyrmont Kulturstiftung erarbeitet. Neugierig geworden?


« zurück zu vergangene Ausstellungen

Weitere Informationen


Zur Ausstellung ist die CD »Musik-
bad-Pyrmont Promenade« mit aus-
führlicher Text- und Bildbeilage
erschienen, die an der Museums-
kasse für 14,90 € erhältlich ist.
Diese CD ermöglicht zugleich einen musikalischen Stadtrundgang auf
den Spuren so berühmter Kompo-
nisten wie Georg Philipp Telemann,
Albert Lortzing oder Hans Werner Henze …

Öffnungszeiten & Anreise

Geöffnet täglich außer montags
von 10 – 17 Uhr.

Bitte beachten Sie unsere
Hinweise für die  Feiertage

Schlossstraße 13
31812 Bad Pyrmont
Telefon (0 52 81) 60 67 71
Telefax (0 52 81) 9 69-1 26
E-Mail: info@museum-pyrmont.de

  Anreisebeschreibung und Karte
als PDF zum Herunterladen (32 kB)

Falls Ihr Browser PDF-Dateien nicht
unterstützt, können Sie das nötige
Programm hier herunterladen:
 Link zum PDF Reader