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Ali Mitgutsch
Traumkästen und Wimmelbilder


29. November 2007 bis 10. Februar 2008


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Eröffnung der Ausstellung:
Mittwoch, den 28. November 2007
um 19 Uhr in der Beletage

Das Museum im Schloss Bad Pyrmont präsentiert vom 29. November 2007 bis 10. Februar 2008 den berühmten Bilderbuchkünstler Ali Mitgutsch. Wer kennt ihn nicht, den Erfinder der Wimmelbuch-Bilder? „Mit rundherum in meiner Stadt“ schuf Ali Mitgutsch im Jahre 1968 einen neuen Typus Bilderbuch für kleine Weltentdecker. Ein Buch, das ein Jahr später mit dem deutschen Jugendbuch- preis ausgezeichnet wurde. Ohne Text, aber mit unzähligen Figuren und Gegen- ständen, breitet er ein detailreiches Panorama komischer kleiner Alltagsszenen aus, an denen wir alle unseren Spaß haben – bis heute. Mittlerweile umfasst sein Oeuvre mehr als 70 Titel, wurden seine Bücher bislang in 19 Sprachen übersetzt, mit einer Gesamtauflagen von etwa 5,7 Millionen Exemplaren.

Mit zahlreichen Bildern dieser Art hat der Münchener Künstler Ali Mitgutsch über Jahrzehnte Kinder und Erwachsene unterhalten und zum gemeinsamen Spiel zum Suchen und Finden angeregt. Auf den ersten Blick scheint er den Kindern überschaubare Sachwelten erklären zu wollen. Wie sieht es aus auf dem Bauern- hof, im Hafen oder in den Bergen? Doch schnell werden witzige Details und komische Szenen entdeckt, die sich erst nach und nach bei genauem Hinsehen erschließen. Und so will es offensichtlich der Künstler: Wir sollen staunen, schmunzeln, lachen, wenn wir unserer Alltagswelt begegnen.

Wer ist nun Ali Mitgutsch? Er wurde 1935 in München als jüngstes von 4 Geschwistern geboren. Sein Vater Ludwig arbeitete bei der Bahn und war Sänger aus Leidenschaft. Die Mutter Pauline besaß ein außergewöhnliches Erzähltalent, das sich bis heute in der Familie fortgesetzt hat. Nach der Schulzeit begann er eine Lithographenlehre, setzte die Ausbildung als graphischer Zeichner fort. Schließlich besuchte er die graphische Akademie in München. Gleich zu Ende des Studiums hielt er es vor Fernweh nicht mehr aus. 17 Jahre war er durchschnittlich ein Viertel des Jahres in der ganzen Welt unterwegs. Ab 1959 entdeckt er die Bilderbuchwelt für Kinder. Im Parabel-Verlag München erschien sein erstes Buch mit dem Titel „Pepes Hut“.

Im Jahre 2005 erschien zur Feier seines 70. Geburtstages „Mein schönstes Wimmel-Bilderbuch“ im Ravensburger Buchverlag. Die Internationale Jugendbibliothek Schloss Blutenburg in München und das Bilderbuchmuseum Burg Wissem in Troisdorf widmeten ihm eine wundervolle Ausstellung.

Nun sind große Teile dieser Jubiläumsausstellung erstmals im Norden Deutschlands, in Bad Pyrmont, zu sehen. Das Museum im Schloss Bad Pyrmont präsentiert seit mehr als 2 Jahrzehnten immer um die Weihnachtszeit bedeutende Bilderbuchkünstler der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Ausstellung Ali Mitgutsch „Ein Chronist der Welt im Kleinen“ umfasst aber nicht nur die berühmten Wimmelbilder, sondern präsentiert auch seine Traumkästen. Diese freien Arbeiten sind weniger bekannt. Wie sind sie entstanden? Zur Jahrtausendwende gönnte sich Ali Mitgutsch eine Auszeit. Er wollte nur das tun, wozu er Lust hatte. Und was macht ein Künstler, wenn er Zeit und Muße hat? Er macht Kunst. Diesmal mit dem Krimskrams unseres Lebens. Es sind Collagen, die als räumliche Bilder unsere Phantasie anregen. Gesammelte Merkwürdigkeiten – zerbrochene Porzellan- und kopflose Holzpüppchen in zerschlissenen Kleidern, kombiniert mit skurrilen Fundsachen – treten vor Hintergründen aus Papier und Fragmenten alter Stoffe in Dialog miteinander und verharren auf Sockeln und Podesten in einsamem Gestus. So entstehen seine freien Arbeiten – die Traumkästen. Es sind kleine Guckkasten-Bühnen, die zum Spiel auffordern, zum Spiel der Gedanken, die uns in den rätselhaften Kosmos der eigenen Erinnerungen führen.

Ali Mitgutsch wird am 28. 11. 2007 um 19 Uhr an der Ausstellungseröffnung teilnehmen und hat sich auch bereit erklärt, am darauffolgenden Tag, am Donnerstag, den 29.11. von 11-12 Uhr im Museum im Schloss Bad Pyrmont seine Bücher zu signieren.


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Öffnungszeiten & Anreise

Geöffnet täglich außer montags
von 10 – 17 Uhr.

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Schlossstraße 13
31812 Bad Pyrmont
Telefon (0 52 81) 9 49-2 48
Telefax (0 52 81) 9 69-1 26
E-Mail: info@museum-pyrmont.de

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