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Zum 150. Geburtstag
Emma, Königin der Niederlande, Prinzessin von Waldeck und Pyrmont (1858-1934).
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01. Juni – 24. August 2008
Die Geschichte und das Schicksal
dieser Prinzessin zu Waldeck und Pyrmont,
der späteren Königin Emma der Niederlande,
ist anläßlich ihres 150-jährigen Geburtstages
das Thema von zwei bedeutenden Ausstellungen
im Schloß Arolsen und im Schloß Pyrmont.
König auf »Brautschau«
Große Lieben und kleine Affären in Pyrmont
Museum im Schloß Bad Pyrmont
Hinter dem Titel »König auf Brautschau« verbirgt sich die
erste Begegnung der beiden am 28. Juli 1878 in der
Sommerresidenz Schloß Pyrmont. Der 61-jährige niederländische
König Willem III., seit einem Jahr verwitwet, wird
in der Beletage von Schloß Pyrmont die junge 20-jährige
Prinzessin Emma zu Waldeck und Pyrmont kennenlernen.
Dieses Thema wird an dem historischen Schauplatz in
Erinnerung gerufen.
Daß der König auf Empfehlung seines Schwagers, des
Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach,
in diesen renommierten Badeort gereist ist, hat aber nicht
nur mit diesem Hinweis zu tun. Für die Oranier ist die
Familie der Fürsten zu Waldeck und Pyrmont seit Generationen
durchaus positiv angesehen.
Auch der überregional bekannte Badeort Pyrmont mit
den heilbringenden Quellen und seinen hochrangigen
Badegästen, wie Königin Luise, Zar Peter der Große oder
Friedrich der Große mögen auch dazu beigetragen haben,
nach Pyrmont zu reisen.
So wie es schon Niederländer seit
dem 16. Jahrhundert nachweislich in großer Zahl getan
haben. Diese traditionell guten Beziehungen zwischen
niederländischen Gästen und Pyrmont werden ebenso in
den Räumen von Schloß Pyrmont vorgestellt.
Unter dem Stichwort »Große Lieben und kleine Affären in
Pyrmont« wird in Ergänzung zur Geschichte von Königin
Emma beispielhaft beschrieben, daß sich im 18. wie im
19. Jahrhundert in Pyrmont auch andere Liebesgeschichten
ereignet haben. Berühmte Kur-Romanzen ranken sich um
Frauen, wie Gräfin Lichtenau (1753-1820), Caroline von
Linsingen (1768-1869), Elisa von der Recke (1754-1833)
und Frida von Uslar-Gleichen (1864-1903).
Welchen Weg die junge Königin Emma in ihrer neuen
Heimat Den Haag gehen wird, auf welche Weise sie ihre
Tochter Wilhelmina auf die Regentschaft vorbereitet
und wie stark sie sich kulturell wie sozial engagiert,
das alles wird in Ergänzung zur Ausstellung im Schloß
Arolsen beschrieben. Bad Pyrmont, wo sich die beiden
kennengelernt haben, hat sie nur noch zweimal 1883
und 1907 besucht.
Königliche Hochzeit
Prinzessin, Königin und Regentin
Museum Bad Arolsen, Ausstellungen im Schloß
Der Familienüberlieferung zufolge standen die unverheirateten
Prinzessinnen bei der Ankunft des niederländischen
Königs am Fenster der Beletage von Schloß Pyrmont.
Nachdem die Schwestern abgelehnt hatten, bemerkte
Emma: "Man kann den armen Mann doch nicht so allein
nach Hause gehen lassen". Noch im gleichen Jahr, am
29. September 1878, verlobte sich die 20-jährige Emma
in Arolsen mit dem 41 Jahre älteren König Willem III. der
Niederlande.
Am 7. Januar 1879 erklangen in der Mittagszeit vor dem
Schloß in Arolsen 101 Kanonenschüsse, mit denen freudig
die Hochzeit kundgetan wurde. Illustre Gäste hatten sich in
Arolsen versammelt, um an dem mehrtägigen Hochzeitsfest
teilzunehmen. Den Abschluß der Festivitäten bildeten
"lebende Bilder", in denen bedeutende Ereignisse aus der
Geschichte des niederländischen Königreichs dargestellt
wurden.
Aus der Ehe ging Prinzessin Wilhelmina hervor. Königin
Emma verstand sich nach dem Tod ihres Mannes als
Stellvertreterin ihrer Tochter und übernahm bis zu deren
Volljährigkeit die Regentschaft. Um das Fortbestehen der
Dynastie zu sichern, war die weibliche Thronfolge sichergestellt
worden.
Dadurch erst war die Folge von Königinnen
möglich, die von Wilhelmina über Juliana und Beatrix ihr
Amt mit großer Zustimmung der Bevölkerung ausübten
und ausüben.
Neben ihrer politischen Bedeutung, deren
Prämisse das Wohl ihres Volkes war, hat Emma vielfältig im
karitativen Bereich gewirkt und u. a. in ihrem Witwensitz
ein Krankenhaus gestiftet und sich besonders dem Kampf
gegen die Tuberkulose verschrieben, an der ihre Schwester
Sophie früh verstorben war.
Die Ausstellung im Arolser Schloß, in dem Emma geboren
wurde, wird sich der Persönlichkeit der Königin biografisch
annähern und insbesondere Themen aufgreifen, die in der
waldeckischen Residenz stattfanden. Hier wird die glanzvolle
Königshochzeit im Mittelpunkt stehen, aber auch
Emmas Jugend und ihr Wirken und ihre herausragende
Bedeutung als Königin, Mutter und Regentin präsentiert.
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Der Flyer zur Ausstellung wurde konzipiert und gestaltet von Jens Freitag www.teo-kassel.de
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