8. August bis 1. September 2019

“Auf dem Weg zum Bauhaus – Architektur vor dem I. Weltkrieg in Niedersachsen”


Hannover, Robert-Koch-Platz, ehemalige Mensa und Turnhalle der Tierärztlichen Hochschule, 1930 von Franz Erich Kassbaum (Ulrich Knufinke, NLD).
Die Ausstellung des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege zeigt die Vorläufer und das kulturelle Umfeld des Bauhauses und richtet damit den Blick auf dessen Innovationskraft, aber auch auf Wegbereiter der Architektur des frühen 20. Jahrhunderts.

Bereits 1911, acht Jahre vor der Gründung des Bauhauses in Weimar, hat der Architekt Walter Gropius mit dem Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld die weltweit erste Inkunabel der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts geschaffen. Deswegen hat die UNESCO das seit 1949 unter Denkmalschutz stehende Fagus-Werk 2011 zum Weltkulturerbe der Menschheit erhoben. Gestalterisch ist die dort entworfene Architektur – für jedermann erkennbar – der Vorläufer des ab 1924 ebenfalls von Gropius errichteten Bauhausgebäudes in Dessau.

Die überragende innovative Leistung von Gropius vor dem Ersten Weltkrieg lässt sich nachvollziehen, wenn man das Fagus-Werk mit der historistischen Architektur vor 1914 vergleicht. Dabei setzt sich der große Wurf von Gropius auch von den Gestaltungsweisen des Jugendstils, des Expressionismus, der Reform- und sogar der Ingenieursarchitektur ab.

Das Anliegen der Ausstellung ist es, die Unterschiede zwischen dem Fagus-Werk auf der einen Seite und den zeitgleichen Stilarchitekturen auf der anderen Seite zu zeigen. Denn die herkömmliche Architektur stellt die Welt dar, aus der Gropius mit seinen Entwürfen ausgebrochen ist, um etwas Innovatives, etwas radikal Neues zu schaffen. Ohne andere Größen der Moderne herabzuwürdigen, waren es seine frühen Gestaltungsideen, die die Baukunst des 20. Jahrhunderts prägten.

Darüber hinaus wird mit der Ausstellung gezeigt, dass damals auch viele andere Architekten von Rang und Namen in Niedersachsen tätig waren. Zu ihnen gehörten beispielsweise Peter Behrens, Paul Bonatz, Otto Haesler, Fritz Höger oder Bruno Taut – alle außergewöhnliche Persönlichkeiten neben vielen weiteren nennenswerten Namen der Architekturgeschichte Deutschlands. Sie hinterließen aufsehenerregende Gebäude, die vielfach noch heute einen hohen Stellenwert besitzen. Auch wenn diese Architekten traditioneller dachten als Gropius, waren sie als kreative Antipoden ebenfalls Wegbereiter der modernen Bauhaus-Architektur. Deshalb verdienen sie bis heute Beachtung und Wertschätzung.


25. September 2019 bis Januar 2020

“Gruß aus Pyrmont – Historische Postkartenansichten ”


Das Pyrmonter Kurhaus, um 1900, Ansichtspostkarte
Vor 150 Jahren begann die sensationelle Geschichte der Postkarte in Europa. 1869 wurde die „Correspondenz-Karte“ in Österreich erstmals postamtlich zugelassen und entwickelte sich zu einem der wichtigsten alltäglichen Kommunikationsmittel – in Zeiten von WhatsApp und Facebook kaum noch vorstellbar.

Historische Postkarten geben nicht nur Aufschluss über wichtige Ereignisse, alltägliche Kleinigkeiten Nöte und Sorgen im Leben unserer Vorfahren, sondern dokumentieren in einzigartiger Weise die Entwicklung von Städten und Regionen. Wie Bad Pyrmont sich im letzten Jahrhundert entwickelt und verändert hat, belegt die Postkartensammlung des Museums im Schloss besonders umfangreich: Von flanierenden Kurgästen auf der Hauptallee in ihren aufwändigen Kleidern um die Jahrhundertwende über längst nicht mehr existierende architektonische Schmuckstücke wie dem alten Bahnhof bis zu den großen Klinikbauten der 1970er Jahre: Ansichtskarten belegen auch immer den jeweiligen Zeitgeist und das Selbstbild der Stadt. Schließlich waren die Karten ein wichtiger Werbeträger und man präsentierte sich von seiner Schokoladenseite. Die Ausstellung stellt deshalb den Postkarten Fotografien aus der eigenen Sammlung gegenüber und lässt so ein umfassendes Panorama des Bad Pyrmonter Stadtbilds der letzten 150 Jahre entstehen.
>Museum Bad Pyrmont
Schloßstraße 13
31812 Bad Pyrmont

Telefon (0 52 81) 60 67 71
Telefax (0 52 81) 9 69-1 26

E-Mail: info@museum-pyrmont.de

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Die Außenanlagen der Schlossinsel sind täglich von 10.00 bis 21.45 Uhr geöffnet.
Eintrittspreise
  • Erwachsene 3 €
  • Kurgastermäßigung und Schwerbehinderte 2 €
  • Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Arbeitslose 1 €
  • Gruppenpreise pro Person (ab 10 Personen) 2 €
  • Familienkarte 6 €
  • Für Sonderausstellungen gelten erhöhte Eintrittspreise
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